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Mittwoch, 5. Oktober 2011

Bleaching

Ich habe neulich ein paar vergessene Bilder von mir auf meiner Digi-Cam "gefunden" und sie auf meinen Computer übertragen. Ich blätterte so durch die Bilder: Ostsee, Strand, Sonne und ... ich. Ich mit verfärbten Zähnen.
Ohje, wie schrecklich; und das, obwohl ich nicht rauche und auch nur selten Kaffee, Tee oder Wein trinke. Vielleicht war das Bild auch nur ungünstig belichtet, aber seit dem habe immer versucht, mit geschlossenem Mund zu lächeln. Das ist natürlich keine Dauerlösung. 

Lächeln ist die kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen.




Ich habe schon seit Jahren versucht mit normalen Weiß-Zahncremes etwas zu bewirken, war aber (natürlich) erfolglos. Also habe ich mich im Internet nach einem professionellen Bleaching erkundigt. Ich hatte bisher zwar schon öfter über ein Bleaching nachgedacht, war jedoch der Meinung, dass das schädlich für die Zähne sein würde. Nach meiner Recherche schien diese Sorge jedoch unbegründet zu sein. Auch mein Zahnarzt hat mir versichert, dass es unbedenklich ist. Daher habe ich mich ein wenig konkreter umgeschaut und mich nach Praxen und Preisen erkundigt. Bei den Preisen bin ich erstmal vom Stuhl gefallen: gut 300,- € soll man dafür berappen. Das ist ja ein recht stolzer Preis. Aber ich habe dann doch ein recht gutes Sommer-Angebot für 66,- € in einer Praxis gefunden; dazu noch eine professionelle Zahnreinigung für knapp 65,- €. 

Insgesamt also 131,- € für das Komplett-Paket.

Am Morgen des Bleachings war ich, obwohl ich mich wirklich umfassend informiert habe, richtig aufgeregt. Nicht nur, was die Procedur an sich anging, sondern auch das Ergebnis. 

Die professionelle Zahnreinigung war noch ganz unspektakulär und fast sogar entspannend. Ich habe noch ein paar gute Tipps für die Zahnpflege von der Prophylaxe-Fachkraft bekommen und ging dann einen Raum weiter zum Bleaching.

Los geht's!

Zunächst bekam ich eine Art blaues Gummigestell und ein paar Watteröllchen in den Mund geschoben, so dass der Mund aufblieb und nichts mit dem Bleachingmittel in Berührung kommen konnte. Auf das Zahnfleisch wurde dann ein blaues Schutz-Gel aufgetragen, das dann kurz unter Licht ausgehärtet wurde. 

Es wurde in drei Durchgängen jeweils das Bleaching-Gel aufgetragen, welches dann 15 Minuten lang unter speziellem Licht "einwirken" musste (habe auch extra eine Schutzbrille bekommen). Dieser Vorgang war zunächst nicht schmerzhaft, aber gegen Ende bemerkte ich schon ein kleines Ziehen in einigen Zähnen. Das war zwar nicht angenehm, aber auszuhalten. 

Direkt nach dem Bleaching waren die Zähne zwar noch etwas scheckig, aber deutlich weißer. Das hat auch der Vergleich mit einer Farbscala gezeigt. Ich bekam noch den guten Tipp, nicht durch den Mund zu atmen, wenn ich gleich nach Hause gehe. Und diesen Tipp habe ich nach dem ersten Atemzug sofort beherzigt. So langsam fingen die Zähne nämlich wahnsinnig an zu schmerzen. Nicht jeder Zahn und auch nicht durchgehend; dafür aber umso heftiger. 

Wer schön sein will, muss leiden.

Dieses Sprichwort wurde tatsächlich Realität. Ich wusste zwar, dass es die ersten 1 -2 Tage noch zu Schmerzen kommen kann; das sei aber bei jedem unterschiedlich. Damit, dass ich einen ganzen Tag K.O. sein würde, hätte ich aber nicht gerechnet. Ich konnte das Ergebnis zunächst gar nicht genießen. Immer wieder diese stechenden Schmerzen. Unglaublich.

Am nächsten Tag traten die Schmerzen zum Glück nur noch ganz selten auf. Meine Zähne waren immer noch fleckig und ich  machte mir langsam Sorgen. Nach ca. einer Woche waren jedoch alle Flecken verschwunden. Die Zähne sind jetzt nach ein paar Wochen zwar nicht mehr ganz so weiß wie direkt nach der Behandlung, aber das ist in Ordnung, weil die Zähne trotzdem noch deutlich weißer sind als vor zuvor. Ein übertrieben weißes Hollywood-Lächeln muss es ja auch nicht sein. Es muss einfach zu mir passen ... und das tut es.

Es hat sich gelohnt.

Ich weiß allerdings nicht, ob ich unbedingt noch einmal machen würde. Immerhin weiß ich jetzt aber, was das nächste Mal auf mich zukäme.


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